PCB-Situation an der RUB

Raumluftmessungen

Um einen Überblick über Art und Umfang der Belastung in den Arbeitsräumen zu erhalten, wurden in den letzten Jahren campusweit orientierende Raumluftmessungen durch den BLB beauftragt.

Inzwischen liegen für die N-Reihe, die G-Reihe und das Gebäude MA nahezu flächendeckend für alle Büroräume PCB-Raumluftmesswerte vor.

Ebenso sind alle Räume im Gebäude-Komplex IC nach der Kernsanierung auf PCB analysiert worden.

Die genannten Messungen werden vom BLB fortlaufend durch Erfolgskontrollmessungen bei sommerlichen Temperaturen ergänzt. Zudem beauftragt die Universitätsleitung im Zusammenhang mit Schwangerschaften PCB-Messungen.

Auch im Zuge von Baumaßnahmen werden PCB-Gehalte in der Raumluft bestimmt.

PCB Vorabsanierung

N-Reihe

Die seit 2013 laufende PCB-Sanierung der N-Reihe durch den BLB wurde im Januar 2017 abgeschlossen. In den Büroräumen der N-Reihe wurden die Boden- und Deckenfugen ausgebaut, die Fassadenfugen abgeklebt, der gesamte Fußbodenbelag saniert und in NB und ND die Fensterbrüstungen bearbeitet. Aufgrund der Erfahrungen bei der Sanierung wurden seit Anfang 2015 die Wandflächen mit diffusionsbeständiger Farbe beschichtet.

Erfolgskontrollmessungen des BLB aus Sommer 2016 zeigen, dass die Sanierung nicht flächendeckend den Erfolg gebracht hat, der erhofft wurde. Es gibt weiterhin Räume mit PCB-Raumluftmesswerten > 1500 ng PCB / m3 Luft.

Der BLB hat daher seit längerem eine Machbarkeitsstudie zur Zwangsbelüftung von Arbeitsräumen beauftragt. In ausgewählten Räumen sind ab September 2019 verschiedene Lüftungssysteme im Einsatz. Die Maßnahme wird durch regelmäßige PCB-Raumluftmessungen begleitet.

G-Reihe + MA

Der BLB hat auf der Grundlage der PCB-Raumluftmessungen im Sommer 2012 ein Ingenieurbüro beauftragt, auch für diese Gebäude ein Sanierungskonzept zu erstellen. Materialproben wurden genommen, im 1.Quartal 2013 wurden Probesanierungen in ausgewählten Räumen durchgeführt und ein Sanierungskonzept erstellt, welches auch die Fassaden umfasst.

Die 3 Halbetagen in Gebäude GB, die als Rotationsflächen während der PCB-Sanierung dienen sollen, wurden vom BLB fertiggestellt. Im Sommer 2017 wurden die Flächen möbliert und bezogen.Der nächste Sanierungsabschnitt mit den drei Halbetagen (GB 1 Süd, GB 6 Nord, GB 7 Nord) wird nach derzeitigem Stand im Oktober 2019 begonnen.

Der dritte Bauabschnitt, für den einige Nutzer zeitweilig in ausgewählte Etagen des Gebäudes GC ziehen werden, startet vorraussichtlich im November 2019. Für den 4. Bauabschnitt liegen noch keine Endgültigen Planungen vor.

Für MA wurde ein eigenes Sanierungskonzept auf Grundlage der Pilotsanierung auf Ebene MA 0 aufgestellt. Die PCB-Belastung ist in MA zwar verglichen mit den anderen Fakultätsgebäuden niedrig, das Gebäude MA ist aber nicht zur Kernsanierung vorgesehen. Das Ziel einer PCB-Sanierung ist daher die flächendeckende Einhaltung des Sanierungsleitwertes.

Derzeit erarbeitet das vom BLB beauftragte Planungsbüro auf der Grundlage der durch die Fakultät vorgegebenen Randbedingungen Kosten- und Zeitpläne. Ein Start der Sanierungen ist nicht vor Ende 2020 zu erwarten.

Informationen zu Wartungen und Instandhaltung

Die Ruhr-Universität Bochum ist PCB-belastet, das gilt vor allem für die Fakultätsgebäude in der NB-ND und GA - GC und in MA.
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) als Eigentümer und die RUB als Arbeitgeberin ergreifen eine Reihe von Maßnahmen, um die Beschäftigten zu informieren und zu schützen. Besondere Vorschriften beim Arbeitsschutz gelten für Mitarbeiter der RUB und von Fremdfirmen, die Wartungs-, Instandhaltungs- und Verschönerungsarbeiten in der Uni durchführen. Dazu gehören – abhängig von der jeweiligen Tätigkeit – Absperrungen, eine Schutzausrüstung (z.B. Staubschutzmasken, Einmalschutzanzüge) und Staubsauger mit speziellen Filtern.

Wenn in Ihrem Bereich, beispielsweise in Ihrem oder angrenzenden Büros, Arbeiter mit solchen Ausrüstungen agieren, so ist das kein Grund zur Beunruhigung. Es entspricht den gesetzlichen Vorschriften und dem hohen Standard des Arbeitsschutzes in Deutschland und gilt insbesondere für Arbeiten, bei denen Staub entsteht. Das dient zuallererst dem Schutz der Handwerker, die in direkter Nähe der Staubquelle arbeiten – und dies täglich mehrfach in verschiedenen Räumen. Sauger und Schutzanzüge sollen die Verschleppung der Stäube und damit die weitere Ausbreitung von PCB – auch zu Ihrem Schutz – verhindern.

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