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UA Ruhr Jahresprogramm Antidiskriminierung 2026
Das Netzwerk UA Ruhr Antidiskriminierung ist ein Zusammenschluss von Organisationseinheiten, die sich vorrangig mit dem Schutz vor Diskriminierung an ihren Hochschulen beschäftigen. Dazu gehören die Stabsstelle Diversität und Antidiskriminierung der Ruhr-Universität Bochum, das Diversity Support Center der Universität Duisburg-Essen sowie die Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt der Technischen Universität Dortmund.
Im Folgenden finden Sie alle Veranstaltungen des Netzwerks für das Jahr 2026, die für Mitglieder und Angehörige der drei Universitäten geöffnet sind.
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In diesem Austausch setzen wir uns gemeinsam mit unseren Erfahrungen mit dem Thema Antisemitismus an unserer Universität auseinander. Ziel ist es, einen offenen Austausch zu ermöglichen und die eigene Sprachfähigkeit im Umgang mit diesem Thema zu stärken. Im Mittelpunkt stehen dabei die Perspektiven, Fragen und Ideen der Teilnehmenden. Der Austausch bietet Raum für Reflexion, Diskussion und gemeinsames Lernen in einer wertschätzenden und dialogorientierten Atmosphäre.
in Präsenz an der UDE
In Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Essen lädt die Universität Duisburg-Essen (UDE) im Rahmen des UA Ruhr Jahresprogramms Antidiskriminierung zu einer Lesung mit Said Etris Hashemi ein. Die Veranstaltung thematisiert sein 2024 erschienenes autobiografisches Werk Der Tag, an dem ich sterben sollte. Wie der Terror in Hanau mein Leben für immer verändert hat, und beleuchtet damit zentrale Fragen zu Diskriminierung, Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung.
Die Lesung findet am 21. April 2026 um 18:00 Uhr im Bibliothekssaal der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen statt. Die Veranstaltung wird durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Anmeldungen erfolgen über Eveeno; der Link dazu findet sich auf der Webseite des Diversity Support Centers. Teilnahmeberechtigt sind alle Hochschulangehörigen der UA Ruhr (RUB, TU Dortmund, UDE).
Ort: Universitätsbibliothek der UDE
Bildungsabschlüsse sind zentrale soziale Platzanweiser und bestimmen maßgeblich über Lebenschancen von Individuen. Vom Kindergarten bis zur Hochschule wurden ungleiche Chancen nach sozialer Herkunft eingehend beforscht und belegt – und doch reicht der Schatten sozialer Herkunft weit in das Hochschulsystem hinein.
Der Vortrag gibt einen systematischen Überblick über die empirische Forschung und theoretischen Erklärungsansätze zu sozialer Herkunft und Ungleichheit im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem. Zunächst stehen Studierende im Mittelpunkt: Beleuchtet werden herkunftsspezifische Unterschiede im Hochschulzugang, in Studienverläufen und -erfahrungen. Anschließend wird der Blick auf Wissenschaftskarrieren gerichtet, wo die wenigen vorliegenden Studien eine deutliche Unterrepräsentation von Personen aus benachteiligten sozialen Klassen aufzeigen.
Mit Dr. Frerk Blome
Antisemitismus ist kein Randthema, auch nicht an Hochschulen. Viele Studierende erleben oder beobachten antisemitische Situationen im Uni-Alltag: im Seminar, auf dem Campus oder online. Doch oft bleibt die Frage: Wie reagiere ich? Was ist angemessen? Ein gemeinsamer Workshop von @adira_nrw und der zentralen Beratungsstelle SchuDS der @tu_dortmund setzt genau hier an: Antisemitismus erkennen, verstehen und handlungsfähig werden.
Teilnahmeberechtigt sind alle Hochschulangehörigen der UA Ruhr (RUB, TU Dortmund, UDE). Anmeldefrist ist der 11.05.26.
(genaue Raumbezeichnung nach Anmeldung)
Bei einem Spaziergang durch die Dortmunder Innenstadt wird zu Gedankengängen und Gesprächen eingeladen: an den „Stolpersteinen“, die an Menschen aus Dortmund erinnern, die während des Nationalsozialismus deportiert wurden, bei den Erinnerungsspuren an die Zerstörung Dortmunds in den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs in der Stadtkirche St. Reinoldi sowie den „Leerstellen“ der zerstörten Synagogen in der Innenstadt; und schließlich an der Gedenkstätte Steinwache und am Mahnmal für die NSU-Opfer. Braucht Freiheit Erinnerung? Welche Erinnerungen? An wen? An was? Und Warum? Dabei werden wir auch darüber sprechen, wie Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum gestaltet werden. Brauchen sie eine künstlerische Form? Und weiter: Auf wessen Initiative werden sie errichtet?
Geleitet wird der Spaziergang von Prof. Dr. Barbara Platzer.
Teilnahmeberechtigt sind alle Hochschulangehörigen der UA Ruhr (RUB, TU Dortmund, UDE). Anmeldefrist ist der 22.05.26.
Queere muslimische Menschen benötigen Schutz vor Gewalt, ohne selbst unter Generalverdacht zu geraten. Diskriminierende Narrative verzerren Wahrnehmung und können professionelle Entscheidungen beeinflussen. Der Workshop vermittelt, wie Schutzbedarfe erkannt und Betroffene respektvoll unterstützt werden.
Atahan Demirel arbeitet im Abgeordnetenhaus Berlin zu Antidiskriminierungs- und Queerpolitik und war zuvor in zivilgesellschaftlichen Organisationen im Bereich Antidiskriminierung tätig. Studiert hat er in Wien und Oxford. Ein besonderes Anliegen ist ihm der Einsatz für die Belange queer-muslimischer Menschen. Deshalb gründet er derzeit gemeinsam mit Mitstreiter*innen den gemeinnützigen Verein Queer Muslimische Allianz Deutschland, um Sichtbarkeit, Empowerment und Interessenvertretung zu stärken.
Teilnahmeberechtigt sind alle Hochschulangehörigen der UA Ruhr (RUB, TU Dortmund, UDE).
Am Campus Essen der UDE (genaue Raumbezeichnung nach Anmeldung)