Gegen Diskriminierung an der RUB

Diskriminierungskategorien – Antisemitismus

Je nach Theorielage wird der Antisemitismus als eine Form von Rassismus verstanden oder aber als selbstständige Diskriminierungsform. Antisemitismus unterscheidet sich von anderen Rassismen darin, dass einerseits die konstruierte Gruppe im Inneren der Gesellschaft verortet wird und anderseits, dass die Gruppe als „überlegen“ und mächtig entworfen wird.

Konkret heißt dass, dass Jüdinnen*Juden anders als die „Anderen“ in kolonialen Rassismen als störendes beziehungsweise zersetzendes Element im Inland verortet werden.

Gleichzeitig werden sie als mächtig und somit gefährlich phantasiert, während alle anderen von Rassismus betroffenen Gruppen als minderwertig und „unterlegen“ verstanden werden.

Aufgrund der deutschen NS-Vergangenheit wurde Antisemitismus trotz seiner Unterschiede lange Zeit als eine weitere Rassismusform betrachtet.

Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, nicht lediglich ein religiöses oder soziales Vorurteil, dass es gegenüber Jüdinnen*Juden gibt. Es ist vielmehr eine antimoderne Weltanschauung, die sie zu „Sündenböcken“ für soziale, politische, religiöse und kulturelle Probleme macht.

Was ist Diskriminierung?
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