Vom 16. bis 20. November 2026 beteiligt sich die RUB an der zweiten bundesweiten Themenwoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ des gleichnamigen Bündnisses, das sich aus Wissenschaftler*innen und Studierenden zusammensetzt.
Die Ruhr-Universität Bochum steht für Wissenschaftsfreiheit, Vielfalt, Demokratie und kritische Forschung. Doch diese Werte sind keineswegs selbstverständlich. Mit dem weltweiten Erstarken rechtsautoritärer Kräfte geraten demokratische Strukturen, gesellschaftliche Vielfalt und die akademische Wissenschaft zunehmend unter Druck. Rechtsautoritäre Strömungen greifen gezielt Wissenschaftler*innen und insbesondere kritische Forschungsfelder an, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu delegitimieren und demokratische Debatten einzuschränken. Hochschulen sind dabei nicht nur von diesen Entwicklungen betroffen, sondern selbst Schauplätze politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen.
Die Themenwoche setzt diesen Angriffen eine kritische Auseinandersetzung und gemeinsames Handeln entgegen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Dynamiken den Rechtsruck begünstigen und welche Verantwortung Hochschulen dabei tragen. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie Wissenschaftsfreiheit und demokratische Strukturen geschützt, autoritären Entwicklungen entgegengewirkt und konkrete Handlungsstrategien entwickelt werden können. Eine Beteiligung ist sowohl unter diesen Fragestellungen als auch allgemein zum Thema Wissenschaftsfreiheit und Demokratieförderung möglich und erwünscht.
Die Antidiskriminierungsstelle der Ruhr-Universität Bochum sammelt im Rahmen dieser Aktionswoche gemeinsam mit der Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt der TU Dortmund sowie dem Diversity Support Center der Universität Duisburg-Essen Veranstaltungsangebote.
Folgende Veranstaltungen sind bisher geplant:
- 17.11. (10:15 - 11:45 Uhr): Seminar: "Demokratie und Solidarität in der (Hoch-)Schule" (Raum: GA 2/41) von Dr. Henrike Terhart
- 17.11. (14:15 - 15:45 Uhr): Seminar: "(Anti)Trans* und Faschismus" (Anmeldung per Mail an: michelle.pfeifer@ruhr-uni-bochum.de)
- 17.11. (15 - 16 Uhr): Workshop: " Demokratie-Fitness: Der Starke-Stimme- und der Kompromiss-Muskel" mit Jens Feddersen (Raum: SH 1/187)
- 17.11. (16 - 19:30): Workshop: "Zuschreibungen erkennen, solidarisch handeln: Allyship im Studienalltag" mit Dr. Asmaa El Idrissi (Anmeldung per Mail an diversitaet-sowi@rub.de)
- 18.11. (14-18 Uhr) Filmclub: "must see!: Diasporas (La Noir de...(Ousmane Sembène, Senegal/Frankreich 1966)" von Dr. Hilde Hoffmann und Chirstian Heinke (Raum: GABF04/611)
- 19.11. (12 - 13:30 Uhr): Vortrag via Zoom: "Gemeinsame Feindbilder, geteilte Betroffenheit? Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus zwischen rechter Ideologie und biografischer Erfahrung" von Dr. Fatih Kaya (Anmeldung unter: https://eveeno.com/487766592)
- 19.11. (12:30 - 14 Uhr): Online Roundtable Discussion: "Academic Freedom in Europe Under Pressure. Threats, Challenges, and Responses." mit Prof. Dr. Heidi Hein-Kircher, Prof. Dr. Andrea Peto, Dr. Ilyas Saliba (WIssDem, tbc), Denise Roche (SAR Europe, tbc), Moderator: Frank Albrecht (AvH/SAR Germany) (Anmeldung per Mail an: iris.vernekohl@ruhr-uni-bochum.de)
- 19.11. (16 - 18 Uhr): Vortrag via Zoom: "Iran after the War: Power, Society and an Uncertain Future" von Dr. Diba Mirzaei (Anmeldung unter: https://eveeno.com/310570472)
Weitere Informationen: www.wissenschaft-gegen-faschismus.de